© Zürich Polarity 2017 
HOME ÜBER MICH IMAGINATION THEORIE KLANG KONTAKT HOME IMAGINATION THEORY SOUND CONTACT

Artikel über “negative” Energie

Für Remo Roths neues Buch [3] über die alchemistischen Wurzeln seiner Imagination BCI, das

ich lektorierte, habe ich einen Artikel für das Glossar beigesteuert über “negative” Energie und

vor allem ihre schwierige Rolle in der Physik. “Negative” Energie ist entscheidend in der Imagi-

nation BCI / SST, sie ist verantwortlich für die spontanen Schöpfungsakte und Heilung, wie auf

der linken Hälfte der Seite beschrieben. Passender wäre, sie positive Energie zu nennen! Der

Artikel ist dicht, interessierte Leser finden ausführlichere Beschreibugen in den Literaturanga-

ben unten:

Weil die Energie in der Quantenphysik, gequantelt ist, kann sie, im Gegensatz zur klassischen Physik, sowohl ein positives als auch ein negatives Vorzeichen tragen. Benjamin Franklin ordnete das positive und das negative Vorzeichen der elektrischen Ladung im 18. Jh. willkürlich zu. Hätte er sich anders entschieden, hätte das Elektron jetzt eine positive elektrische Ladung und unsere Energie mit positivem Vorzeichen hätte stattdessen ein negati- ves. Dann hätte man sicher nach der fehlenden “positiven” Energie gesucht. Paul Dirac postulierte 1928 mit seiner Dirac-Gleichung einen “See” von Partikeln mit negativer Energie (zusätzlich zur schon bekannten physikalischen Energie mit positivem Vorzeichen). Er sagte die Existenz von Antimaterie voraus, din in Form des Positrons 1932 gefunden wurde. Da- mals interpretierte er es als “Loch im See”. Die heutige etablierte Physik deutet in der Quanten- feldtheorie Zustände negativer Energie als “Erzeugungsoperatoren” für Antimaterie (mit positiver Energie). Werner Heisenberg hatte diese Entwicklung eingeleitet indem er mit Fachkollegen massiven Druck aufsetzte und mathematische Tricks anwandte, bis im Verlauf der 1930er-Jahre nichts mehr vom Dirac-See übrig war ausser einer physikalischen Anekdote. Das war nötig, weil das ungeschriebene Gesetz der etablierten Physik damals wie heute nicht erlaubte, dass nega- tive Energie mehr als ein rein mathematischer Formalismus ist, und auch nicht, dass ein meta- physischer Bereich existiert jenseits der direkten Messbarkeit mit physikalischen Mitteln. So et- was musste wegrationalisiert werden, da es nicht ignoriert werden konnte, und das wurde es dann auch. Don Hotson geht einen anderen Weg in seiner von der etablierten Physik bisher ignorierten Theorie, indem er Zustände negativer Energie nicht mehr wegerklärt (das war auch Diracs ur- sprüngliche Position, die er aber nicht halten konnte). Aus dem Dirac-See mit negativer Energie (Vakuum in der etablierten Physik) treten Elektronen und Positronen paarweise auf, wenn man positive Energie hinzufügt. Ihre “Annihilation” wird als Zurücksinken in den Dirac-See mit nega- tiver Energie gesehen, wobei zwei Photonen abgegeben werden. Der Dirac-See ist nicht direkt messbar mit physikalischen Mitteln, aber verschiedene indirekte Hinweise darauf werden gege- ben, sowie auch die Lösung verschiedener fundamentaler Probleme des heutigen Standardmo- dells der Physik [4, 5]. Man kann im Dirac-See also den metaphysischen Hintergrund der Physik oder die andere Hälfte der Realität sehen, wie die Dirac-Gleichung sie voraussagt. Siehe dazu auch das Konzept des potentiellen Seins [2]. Für Hotson war der Äther der Physik im 19. Jh. der Vorläufer des Dirac- Sees. Da dieses Konzept erst kürzlich abgeschafft worden war, konnte der Dirac-See, der so viele Ähnlichkeiten damit aufwies, natürlich nicht geduldet werden. Ein weiterer Grund, weshalb er verschwinden musste. Hotson erklärt das nonlokale, quantenverschränkte Wesen des Dirac-Sees, der von einer einzi- gen Wellenfunktion bestimmt wird, und verbindet es mit sogenannten Psi-Phänomenen wie Te- lepathie, Hellsehen, Vorauskenntnis, psychischem Heilen, Psychokinese (Paulieffekt), Fern- wahrnehmung, ausserkörperlicher Erfahrung und Nahtodeserlebnissen [6]. Deshalb postulieren wir, dass der Dirac-See und der Unus Mundus (die psychophysische Realität, wovon das kollek- tive Unbewusste dem eher psychischen Anteil entspricht) letztlich identisch sind. Direkte Be- obachtung in der BCI legt den Begriff “Unus Mundus” näher; benutzt man die Dirac-Gleichung, spricht man eher vom “Dirac-See”. [3] “Holy Wedding” by Remo Roth, wird demnächst veröffentlicht [4] http://bit.ly/292rS30 [5] http://bit.ly/2je08cG [6] http://bit.ly/2a9eLeB
THEORIE

Theorie zur Imagination

In der Theorie zur Körperzentrierten Imagination (BCI) / Symptom-Symbol-Trans- formation (SST) steigt man in die Quantenphysik (im Gegensatz zur klassischen Physik) ein. Denn das Geschehen ist akausal und damit analog zur Quantenphy- sik. Jede neue physikalische Erkenntnis beruht auf Messungen. In der klassischen Physik ist die Messung kausal, also voraussagbar und reproduzierbar. Misst man die Höhe des selben Hauses mehrere male, kommt man immer auf den glei- chen Wert, z. B. 10 m [Meter]. Baut man 5 m oben an, werden sich die Messungen voraussagbar, also kausal auf 15 m erhöhen. Ein Quantensystem, das kann ein Elementarteilchen sein oder ein Atom, besteht gleichzeitig aus verschiedenen überlagerten Zuständen und legt sich erst im Akt der Messung auf einen bestimmten Wert fest. Zur Veranschaulichung der Absurdi- tät für unseren Alltagsverstand bringe ich nochmals das Beispiel der Messung, wie hoch das Haus ist: Wäre das Haus ein Quantensystem, hätte es z. B. gleichzeitig die Höhen 6 m, 8 m, 10 m, 12 m und 14 m. Jede Messung würde einen Wert da- von liefern (Zwischenwerte sind nicht möglich), man könnte aber nie voraussa- gen, welchen – das ist akausal. Es gäbe nur eine statistische Wahrscheinlichkeit und der Mittelwert wäre sagen wir 10 m. Wir interessieren uns hier aber für die Ein- zelmessung, und die ist akausal – so wie auch jedes Geschehen in der Imagination eine akausale Beobachtung ist. Vor der Messung bestehen nur Möglichkeiten, etwas Konkretes wissen wir erst nach der Messung. Deshalb sagte der Physik-Nobelpreisträger Werner Heisen- berg, dass in der Quantenmechanik die Beobachtung Realität erschafft. In diesem Sinn ist die Beobachtung ein Schöpfungsakt. Ein weiteres Beispiel: Niemand weiss, wann genau ein einzelnes radioaktives Atom zerfällt. Bei einer grossen Menge an gleichartigen Atomen kennt man die Halb-wertszeit, also die Zeit, die verstreicht, bis die Hälfte der Atome zerfallen ist. Aber es gibt keine mathematische Gleichung, die den Zerfall eines einzelnen radioakti-ven Atoms voraussagen könnte, er ist akausal. So hat ein weiterer Physik-Nobel-preisträger, Wolfgang Pauli, den radioaktiven Zerfall als magisch bezeichnet, was ihm wohl noch heute von gewissen Physikern verübelt wird, wenn es denn nicht einfach ignoriert wird. In der Körperzentrierten Imagination (BCI) bzw. der Symptom-Symbol-Transforma- tion (SST) beobachtet man einfach und weiss nicht, wann die Änderung eintritt. In diesem Sinn ist die Imagination analog zum einzelnen radioaktiven Zerfall. Aller- dings ist das Resultat heilsam im Gegensatz zur Radioaktiven Strahlung, die in Menschenhand oft genug Schaden anrichtet (aber auch diagnostisch und thera- peutisch eingesetzt wird). In diesem Sinn kann man die BCI auch Quantenheilung (Quantenheilen) nen- nen. Wichtig ist, dass wir nicht manipulieren, kein Ziel vorgeben, sondern einfach geschehen lassen und beobachten, was die Natur uns zeigt. So kommen wir zum spontanen inneren Schöpfungsakt. Wolfgang Pauli war nicht nur Physik-Professor an der ETH in Zürich, sondern auch Gründungsmitglied ("Patron") des C. G. Jung-Instituts in Küsnacht. Eine Tatsache, die ebenso gern unter den Teppich gekehrt wird, wie jene, dass Isaac Newton auch ein bedeutender Alchemist war [1]. Pauli begann sich also zu fragen, was der archetypische Hintergrund der phy- sikalischen Begriffe sein könnte [2]. Der Archetypus hinter der quantenphysikalischen Messung ist die Möglichkeit des Schöpfungsaktes durch den Beobachter: Durch reine Beobachtung entsteht etwas Neues in unserer Welt des Hier und Jetzt, das wir empirisch erfahren können. Den tiefsten Hintergrund des natürlichen radioaktiven Zerfalls bildet das Prinzip der Spontaneität, das die Kausalität (Ursache und Wirkung) durchbricht. Um klar zu sein: Die Imagination BCI / SST ist nicht Quantenphysik  sie sind auf einer tieferen Ebene verbunden. Hinter beiden wirken die selben Archetypen, nämlich die der Spontaneität und der Schöpfung durch Beob- achtung. [1] http://www.alchemylab.com/isaac_newton.htm [2] „The Return of the World Soul“ Band 1 von Remo Roth.
Imaginationen waren auch ein wichtiger Bestandteil des alchemistischen Opus.