© Zürich Polarity 2022

Heilsame Imaginationen

Wozu sind Imaginationen gut? Wann können sie angewandt werden? Oft wird beobachtet, dass die hier beschriebenen Imaginationen im emotionalen und körperlichen Bereich heilend wirken. Im psychischen Bereich wird der Kontakt zur eigenen Innenwelt meist als sinnvoll erlebt und kann sogar auf einen sehr per- sönlichen spirituellen Weg führen. Etwas alltäglicher kann solcher Sinn und Fokus stimmungsaufhellend wirken. Es gibt verschiedene Formen von Imaginationen, so hat C. G. Jung die Aktive Ima- gination entwickelt. Manchmal wird “Imagination” im Sinn von “Autosuggestion” verwendet. Das kann auch viel bringen, doch beschäftigt sich diese Seite mit Imagination als ein Beob- achten und Ermöglichen von spontanen inneren Ereignissen, die heilend wirken können. Schon Paracelsus hat mit Imaginationen gearbeitet: Paracelsus ist der Magier als Arzt, der nicht nur den Körper des Patienten behandelt, sondern auch dessen Imaginationen einbe- zieht.“ [2] Eine Neuinterpretation davon verwende ich in meiner Praxis. Es handelt sich um die Körperzentrierte Imagination BCI (Body Centered Imagination) bzw. die Symptom-Symbol-Transformation (SST) – zwei Begriffe für das Gleiche. Dr. Remo Roth hat sie entwickelt [1]. Ich habe die Methode direkt von ihm gelernt – er ist ein Student von Marie-Louise von Franz, einer der bedeutendsten Studentinnen von C. G. Jung. Im Alltag nehmen wir unseren Körper und die Umgebung mit dem Zentralnerven- system, mit dem Gehirn wahr. Während der Imagination fokussieren wir auf den Körper und nehmen den inneren Aspekt unseres Körpers über das vegetative Ner- vensystem und das enterische Nervensystem = Bauchhirn wahr [3]. Man nennt den Zustand eine Halbtrance; man ist die gesamte Zeit bei Bewusstsein und kann jederzeit aussteigen. Das Bauchhirn "denkt" nun in spontan auftauchenden inneren Bildern und nimmt mithilfe der vegetativen Körperempfindungen, die ebenfalls spontan auftauchen, den vegetativen Körper wahr (Polarity: Energiekörper. Andere Begriffe dafür sind feinstofflicher Körper, Hauchkörper oder im Osten Diamantkörper). Das Bauch- hirn produziert die spontanen Schöpfungsakte im Inneren, die die Quanten- physik im Äusseren beobachtet. Diese primären inneren Bilder und vegetativen Körperempfindungen entsprechen den Symptomen einer Krankheit bzw. einem Problem. Sie sind sozusagen die In- nenansicht des Körpers und des Krankheitssymptoms / Problems. Die Erfahrung dieser spontanen inneren, zutiefst körperlich und meist auch emotional erlebten Bilder und vegetativen Körperempfindungen bildet die Grundlage der Symptom- Symbol-Transformation oder Körperzentrierten Imagination. Es sind eben diese spontanen inneren Schöpfungsakte von neuen Bildern, die zu Aufbau, Bes- serung und Heilung führen. Ein paar Jahre später lernte ich am Polarity Bildungszentrum Schweiz in der Authentischen Kommunikation ein ähnliches Verfahren kennen, das meiner Erfahrung nach äquivalent ist. Der vordergründige Unterschied besteht darin, dass man ein Bild für das Symptom / Problem hat und dann ein zweites als Gegenpol. Daraus entsteht im spontanen inneren Schöpfungsakt wiederum das neue, heil- same Bild. Jeder Therapeut entwickelt im Verlauf der Jahre seinen ganz persönlichen Stil. Meine Besonderheit ist, dass ich Polarity-Körperarbeit, Authentische Kommu- nikation und die Körperzentrierte Imagination, NARM sowie Klang verbinde und je nach Bedarf einsetzen kann. Ich unterstütze die Imaginationsarbeit in der Regel mit Handkontakten und helfe bei Einstiegsschwierigkeiten mit gezielten Fra- gen. Der gemeinsame Fokus erleichtert das Imaginieren ebenfalls.

Beispiele aus meiner Praxis:

Beispiel 1: In der ersten Imagination entstand in der Herzgegend aus zwei Bildern ein schwerer, dunkler Stein. Der wurde sandfarben, porös und leichter. In der zweiten Imagination war es ein grauer, glänzender, aber wie- der poröser und leichter Stein. Zunächst nahm er die Form eines Herzens an, dann wuchsen ihm weisse Federn. Farbige Luftballone flogen davon. Der ge- fiederte Stein begann sich zu drehen, hob ab und flog ebenfalls spiral- förmig sich drehend in den Himmel, dazu stellte sich ein Gefühl des Ver- söhntseins mit der Situation ein. Beispiel 2: Aus zwei Ausgangsbildern entstand im spontanen inneren Schöp- fungsakt das Bild von Tasmanien (Insel südlich von Australien). Der Blick ging von der Südküste (Richtung Antarktis) über das glatte Meer. Dort zeigte sich im Süden [!] ein blutroter Sonnenuntergang über dem Meer zusammen mit einem befriedigenden Gefühl. Beispiel 3: Die Körperempfindung einer Schwere in der Herzgegend verdich- tete sich zum Bild eines einengenden Eisenrings ums Herz. Nach einiger Zeit wurde dieses Bild abgelöst durch jenes des Weltraums und das Gefühl eines tiefen Friedens. Die Enge wurde durch den inneren Schöpfungsakt zu einem neuen Raum. [1] „The Return of the World Soul“ Band 1 und 2 von Remo Roth, 2011, 2012. . [2] „Giordano Bruno and the Hermetic Tradition” von Francis Yates, S. 169. [3] „Der kluge Bauch, Die Entdeckung des zweiten Gehirns“ von Michael Gershon. Um die Gedärme liegen etwa 100 Millionen Neuronen, genau solche wie auch im Gehirn.
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Paracelsus
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Heilsame Imaginationen

Wozu sind Imaginationen gut? Wann können sie angewandt werden? Oft wird beobachtet, dass die hier beschrie- benen Imaginationen im emotionalen und körperlichen Bereich heilend wirken. Im psychischen Bereich wird der Kontakt zur eigenen Innenwelt meist als sinnvoll erlebt und kann sogar auf einen sehr persönlichen spirituellen Weg führen. Etwas alltäglicher kann solcher Sinn und Fokus stimmungs- aufhellend wirken. Es gibt verschiedene Formen von Imagina- tionen, so hat C. G. Jung die Aktive Imagi- nation entwickelt. Manchmal wird “Imagination” im Sinn von “Autosuggestion” verwendet. Das kann auch viel bringen, doch beschäftigt sich die- se Seite mit Imagination als ein Beobachten und Ermöglichen von spontanen inneren Ereignissen, die heilend wirken können. Schon Paracelsus hat mit Imaginationen gearbeitet: Paracelsus ist der Magier als Arzt, der nicht nur den Körper des Patienten behandelt, sondern auch dessen Imaginationen einbezieht.“ [2] Eine Neuinterpretation davon verwende ich in meiner Praxis. Es handelt sich um die Körperzentrierte Imagination BCI (Body Centered Imagination) bzw. die Symptom-Symbol-Transformation (SST) – zwei Begriffe für das Gleiche. Dr. Remo Roth hat sie entwickelt [1]. Ich habe die Methode direkt von ihm gelernt – er ist ein Student von Marie-Louise von Franz, einer der bedeutendsten Studentinnen von C. G. Jung. Im Alltag nehmen wir unseren Körper und die Umgebung mit dem Zentralnervensys- tem, mit dem Gehirn wahr. Während der Imagination fokussieren wir auf den Körper und nehmen den inneren Aspekt unseres Körpers über das vegetative Nervensystem und das enterische Nervensystem = Bauchhirn wahr [3]. Man nennt den Zu- stand eine Halbtrance; man ist die gesam- te Zeit bei Bewusstsein und kann jederzeit aussteigen. Das Bauchhirn "denkt" nun in spontan auf- tauchenden inneren Bildern und nimmt mit- hilfe der vegetativen Körperempfindungen, die ebenfalls spontan auftauchen, den ve- getativen Körper wahr (Polarity: Energie- körper. Andere Begriffe dafür sind feinstoff- licher Körper, Hauchkörper oder im Osten Diamantkörper). Das Bauchhirn produ- ziert die spontanen Schöpfungsakte im Inneren, die die Quantenphysik im Äus- seren beobachtet. Diese primären inneren Bilder und vegeta- tiven Körperempfindungen entsprechen den Symptomen einer Krankheit bzw. einem Problem. Sie sind sozusagen die Innenan- sicht des Körpers und des Krankheitssym- ptoms / Problems. Die Erfahrung dieser spontanen inneren, zutiefst körperlich und meist auch emotional erlebten Bilder und vegetativen Körperempfindungen bildet die Grundlage der Symptom-Symbol-Transfor- mation oder Körperzentrierten Imagination. Es sind eben diese spontanen inneren Schöpfungsakte von neuen Bildern, die zu Aufbau, Besserung und Heilung füh- ren. Ein paar Jahre später lernte ich am Polarity Bildungszentrum Schweiz in der Authenti- schen Kommunikation ein ähnliches Ver- fahren kennen, das meiner Erfahrung nach äquivalent ist. Der vordergründige Unter- schied besteht darin, dass man ein Bild für das Symptom / Problem hat und dann ein zweites als Gegenpol. Daraus entsteht im spontanen inneren Schöpfungsakt wiede- rum das neue, heilsame Bild. Jeder Therapeut entwickelt im Verlauf der Jahre seinen ganz persönlichen Stil. Meine Besonderheit ist, dass ich Polarity- Körperarbeit, Authentische Kommunika- tion und die Körperzentrierte Imaginati- on, NARM sowie Klang verbinde und je nach Bedarf einsetzen kann. Ich unterstütze die Imaginationsarbeit in der Regel mit Handkontakten und helfe bei Einstiegs- schwierigkeiten mit gezielten Fragen. Der gemeinsame Fokus erleichtert das Imagi- nieren ebenfalls.

Beispiele aus meiner Praxis:

Beispiel 1: In der ersten Imagination ent- stand in der Herzgegend aus zwei Bil- dern ein schwerer, dunkler Stein. Der wurde sandfarben, porös und leichter. In der zweiten Imagination war es ein grauer, glänzender, aber wieder poröser und leichter Stein. Zunächst nahm er die Form eines Herzens an, dann wuchsen ihm weisse Federn. Farbige Luftballone flogen davon. Der gefiederte Stein be- gann sich zu drehen, hob ab und flog ebenfalls spiralförmig sich drehend in den Himmel, dazu stellte sich ein Gefühl des Versöhntseins mit der Situa- tion ein. Beispiel 2: Aus zwei Ausgangsbildern entstand im spontanen inneren Schöp- fungsakt das Bild von Tasmanien (Insel südlich von Australien). Der Blick ging von der Südküste (Richtung Antarktis) über das glatte Meer. Dort zeigte sich im Süden [!] ein blutroter Sonnenunter- gang über dem Meer zusammen mit einem befriedigenden Gefühl. Beispiel 3: Die Körperempfindung einer Schwere in der Herzgegend verdichtete sich zum Bild eines einengenden Eisen- rings ums Herz. Nach einiger Zeit wur- de dieses Bild abgelöst durch jenes des Weltraums und das Gefühl eines tiefen Friedens. Die Enge wurde durch den in- neren Schöpfungsakt zu einem neuen Raum. [1] „The Return of the World Soul“ Band 1 und 2 von Remo Roth, 2011, 2012. . [2] „Giordano Bruno and the Hermetic Tra- dition” von Francis Yates, S. 169. [3] „Der kluge Bauch, Die Entdeckung des zweiten Gehirns“ von Michael Gershon. Um die Gedärme liegen etwa 100 Millionen Neuronen, genau solche wie auch im Ge- hirn.
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